Philosophie
Satya-YogaDas Sanskrit-Wort satya bedeutet Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, wahres Sein. Satya ist auch eines der niyamas, der "Lebensregeln" für ein yogisches Leben in Patanjali`s Yoga Sutras, dem Grundlagentext über (Raja-) Yoga.
Yoga bedeutet Einheit, Einssein, sich Verbinden.
Satya-Yoga bedeutet also, sich mit der eigenen Wahrheit, mit dem wahrhaftigen Sein zu verbinden. Dies kann uns zu einem Gefühl der Einheit mit unserem tiefsten Inneren, mit dem Universum und mit Gott führen. Wenn wir tief gegründet in uns selbst sind, wenn wir die Wahrheit des gegenwärtigen Moments erkennen, erfühlen und akzeptieren lösen sich alle Widersprüche und Widerstände auf. Wir können sie als das Erkennen was sie wirklich sind: Herausforderungen, um unser höchstes Potential auszuschöpfen.
Wahrhaftigkeit fängt damit an, nicht zu lügen und dadurch eine der Wurzeln aller Getrenntheit und allen Übels zu beseitigen. Aber Ehrlichkeit nach außen hin ist nur der Anfang zum Erkennen der Wahrheit in sich selbst. Es ist viel schwieriger sich selbst nicht zu belügen, als andere nicht zu belügen. Wahrhaftigkeit braucht Mut zur Wahrheit, Mut zur gewaltlosen, liebevollen Konfrontation. Es braucht ein selbständiges Reflektieren und Hinterfragen, welches uns abseits aller Normen, Regeln und Prägungen in unsere eigene, innerste Erkenntnis und Wahrheit führt. Es braucht Mut, so zu sein wie wir wirklich sind, uns selbst liebevoll anzunehmen mit allem Guten und Schlechten, und uns der Welt zu zeigen. Dabei erhellen wir Stück für Stück die Dunkelheit in uns, so dass sie auf Dauer nicht bestehen kann. Dunkelheit hat keinen Bestand im Licht, und unsere innerste Essenz ist reines Licht.
Eine der wirkungsvollsten Techniken, das Licht in uns und in der Welt zu finden, ist Yoga. Durch Yoga empfangen wir es und bringen es auf die Erde und erfüllen jede Zelle unseres Körpers mit diesem Licht des Bewusstseins. Dabei steht die spirituelle Erdung im Vordergrund: eine tiefe Verwurzelung im Leben, mit einer Öffnung zum Göttlichen, das permanent durch uns fließt. In der tantrischen Tradition geht es nicht darum, sich vom Körper als unliebsamen "Gefängnis" und Hindernis zu lösen, sondern darumihn vollkommen durchlässig zu machen, ihn als Tempel der Seele zu verehren, zu reinigen und gesund zu erhalten und für das Leben zu nutzen. Satya-Yoga bedeutet also auch, wieder in Kommunikation mit dem Körper zu treten und wahrzunehmen was er mitzuteilen hat. Und dann wissen wir genau, was ihm wirklich gut tut und was nicht.
Unser Körper ist verbunden mit unserer Seele und weiß besser Bescheid über uns als wir denken, er kennt unsere tiefste Wahrheit und unsere momentane Verbundenheit mit dieser ganz genau. Emotionen und Gedanken wirken genauso auf unseren Körper (in positiver wie in negativer Weise) wie auch der Körper auf die Gedanken und Emotionen, insofern ist jede bewusste Körperarbeit ganzheitlich.
Durch Hatha-Yoga erleben wir eine spirituelle Erdung durch die Transzendierung des Körpers, d.h. wir durchdringen unseren Körper und unser Leben auf der Erde mit purer Lebendigkeit um es in seiner Tiefe zu erfahren und dadurch zur göttlichen Urquelle zurück zu finden.
In erster Linie geht es um die Entwicklung des Bewusstseins, des bewussten Seins. Achtsamkeit lässt uns die Dinge erkennen wie sie sind. Hingabe lässt uns die Dinge annehmen und vollständig fühlen. Hilfreich ist dabei auch das niyama santosha: Heitere Gelassenheit, Zufriedenheit. Diese können wir lernen, indem wir aufhören, die Dinge als negativ zu bewerten. Wenn wir uns klar machen, dass unser Verstand (mit dem wir ja bewerten) nur einen winzigen Ausschnitt der Wirklichkeit sieht, können wir von ihm loslassen und statt einen bewertenden Blick einen forschenden Blick auf die Dinge kultivieren. Besonders wenn wir damit anfangen, die Achtsamkeit in unser Leben zu bringen, treffen wir auf viele Dinge, die wir als negativ bewerten. Hier ist es ratsam, und die Praxis der Meditation unterstützt die Fähigkeit dazu, sich nicht vom meist negativ geprägtem Verstand einengen zu lassen, sondern der Situation aus einem übergeordneten Blickwinkel zu begegnen. Jede Situation zeigt uns etwas, dass uns zu mehr Erkenntnis führen kann. So ist es auch bei der Körperarbeit des Hatha-Yoga. Wenn wir spüren, dass uns Dehnung oder Kraft fehlt, haben wir die Wahl, der Situation destruktiv oder konstruktiv zu begegnen:
Entweder wir machen uns selbst nieder mit Gedanken wie "ich kann nicht", "ich bin schlecht", "ich bin unfähig", usw.
Oder wir entscheiden uns, der Spannung positiv zu begegnen: "ah, so fühlt sich das an", "hieran kann ich arbeiten und mein Potential vergrößern", " wenn ich hier weiter arbeite, öffnen sich ganz neue Wege und Möglichkeiten für mich", "hier ist meine Grenze; wie weit kann ich sie ausdehnen ohne sie zu überschreiten?", "wie kann ich mehr Freiheit schaffen?", „welche Gedanken und Gefühle hängen mit dieser Muskelverkürzung zusammen? Kann ich mich öffnen, um ihnen zu begegnen?“. Und dabei können wir dann die Energie erleben, die freigesetzt wird. Hindernisse und Blockaden enthalten oft ein enormes Potential an Energie, die sich gestaut hat und diese können wir Stück für Stück befreien, wenn wir dazu bereit sind.
Im Yoga ist der Weg das Ziel, den wir Schritt für Schritt beschreiten. Wir lernen, in den gegenwärtigen Augenblick einzutauchen und der Liebe und dem Licht mehr Raum zu geben und Weite zu schaffen auf allen Ebenen, anstatt uns zu verhärten und einengen zu lassen.
Yoga ist ein Weg zu Frieden, Freude und Freiheit. Und dieser Weg beginnt in uns selbst, um sich dann aus unserem Innersten heraus in alle Richtungen auszubreiten. Dann haben wir die Kraft, unser Bestes in die Welt zu bringen. Wir können die Welt nur retten, indem wir uns selbst retten. Denn Frieden fängt in unserem Inneren an.
Durch Yoga können wir uns an den gegenwärtigen, ewig fließenden Moment anbinden und die Fülle des Lebens erleben, daraus schöpfen und sie vermehren. In diesem Sinne möchte ich mit einem Mantra schließen:
Übersetzung: "Jenes ist voll. Dieses ist voll. Aus der Fülle manifestiert sich die Fülle. Wenn man aus der Fülle das Volle nimmt, bleibt doch die Fülle bestehen."
Oder wir entscheiden uns, der Spannung positiv zu begegnen: "ah, so fühlt sich das an", "hieran kann ich arbeiten und mein Potential vergrößern", " wenn ich hier weiter arbeite, öffnen sich ganz neue Wege und Möglichkeiten für mich", "hier ist meine Grenze; wie weit kann ich sie ausdehnen ohne sie zu überschreiten?", "wie kann ich mehr Freiheit schaffen?", „welche Gedanken und Gefühle hängen mit dieser Muskelverkürzung zusammen? Kann ich mich öffnen, um ihnen zu begegnen?“. Und dabei können wir dann die Energie erleben, die freigesetzt wird. Hindernisse und Blockaden enthalten oft ein enormes Potential an Energie, die sich gestaut hat und diese können wir Stück für Stück befreien, wenn wir dazu bereit sind.
Im Yoga ist der Weg das Ziel, den wir Schritt für Schritt beschreiten. Wir lernen, in den gegenwärtigen Augenblick einzutauchen und der Liebe und dem Licht mehr Raum zu geben und Weite zu schaffen auf allen Ebenen, anstatt uns zu verhärten und einengen zu lassen.
Yoga ist ein Weg zu Frieden, Freude und Freiheit. Und dieser Weg beginnt in uns selbst, um sich dann aus unserem Innersten heraus in alle Richtungen auszubreiten. Dann haben wir die Kraft, unser Bestes in die Welt zu bringen. Wir können die Welt nur retten, indem wir uns selbst retten. Denn Frieden fängt in unserem Inneren an.
Durch Yoga können wir uns an den gegenwärtigen, ewig fließenden Moment anbinden und die Fülle des Lebens erleben, daraus schöpfen und sie vermehren. In diesem Sinne möchte ich mit einem Mantra schließen:
om purnam adaha purnam idam
purnat purnam udacyate
purnasya purnam adaya
purnam eva vasisyate
purnat purnam udacyate
purnasya purnam adaya
purnam eva vasisyate
Übersetzung: "Jenes ist voll. Dieses ist voll. Aus der Fülle manifestiert sich die Fülle. Wenn man aus der Fülle das Volle nimmt, bleibt doch die Fülle bestehen."

